(Foto: Saulo Mohana)
Digital & Tech

Die 150 Apps auf meinem iPhone und die eine besondere

Auf meinem iPhone liegen 150 Apps, sagen die Einstellungen. Viele davon sind praktische Helfer, sei es zum Scannen von Dateien, zum Anlegen von Notizen oder ähnlichem. Eine begleitet mich seit vielen Monaten – und schlägt für mich das digitale Poesie-Album auf – Tag für Tag.

Sie ist keine Unbekannte, die Timehop-App. Schon seit Jahren begleitet sie viele iOS-Nutzer und in sozialen Netzwerken fallen viele mit der App gepostete Bilder auf. Sie hat auch eine seltene Erlaubnis meinerseits: Sie darf mir jeden Tag eine Push-Notification aufs iPhone schicken.

Leider vor 111 Tagen einmal verpasst, reinzuschauen – aber dafür kann man ja das Datum im iPhone zurückstellen.

Leider vor 111 Tagen einmal verpasst, reinzuschauen – aber dafür kann man ja das Datum im iPhone zurückstellen.

Bei jedem Öffnen der App bekommt man als Nutzer schon ein bisschen Vorfreude. Denn was die App da hervorbringt, ist öfter mal einen Lacher wert oder eine schöne Erinnerung. Bei mir kommen oft Fotos von vergangenen Auftritten oder der eine oder andere lustige Tweet hervor.

Aber natürlich kommen auch Posts aus den Anfangsjahren dieses blauen Netzwerks hervor, wo man sich dann doch schon mal auf den Weg dorthin macht, um ihn zu löschen. So interessiert mich relativ wenig, was ich im Jahr 2009 gegessen habe, oder dass ich oft erst gegen Mittag aufgestanden bin. Schon aber interessiert mich, wenn ich mit Freunden im Jazz-Club gespielt oder mir einen neuen Kontrabass gekauft habe.

Für solche Momente genau lohnt sich Timehop. Wenn man mal einen schlechten Tag hat, zaubert die App lustige Videos wie das eingebundene, wunderbar amüsante Duett zweier Pianisten hervor. Es kommen viele Erinnerungen mit Freunden hoch – man teilt sie mit ihnen und sitzt gefühlt noch mal ein bisschen zusammen am digitalen Lagerfeuer.

So ist Timehop ein Stück digitale Erinnerung und eine der wenigen Apps von den 150 auf meinem iPhone, die jeden Tag einmal geöffnet werden. Und dazu eine der wenigen, die mich jeden Tag an sie erinnern dürfen. Und das nicht nur mich, was für die Vermarktung bezüglich der täglichen Nutzerschaft durchaus spannend sein dürfte, aber das ist ein anderes Kapitel.

Und ja, ich sollte mal wieder ein paar Apps deinstallieren.

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